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WKN – Wertpapierkennnummer

WKN ist die Abkürzung für Wertpapierkennnummer. Diese wurde 1955 in Deutschland als sechsstellige Ziffernkombination eingeführt. Der Zweck ist die eindeutige Identifizierung von Wertpapieren. Die WKN ist eine Voraussetzung, damit ein Wertpapier zum Börsenhandel zugelassen wird. Der Emittent z.B. eines Aktienfonds muss die WKN und damit auch die ISIN beim für Deutschland zustädnigen Herausgeber beantragen. Für den Finanzplatz Deutschland wird die Aufgabe der Wertpapier-Kennnummern-Vergabestelle durch die Herausgebergemeinschaft WERTPAPIER-MITTEILUNGEN Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG (WM Fatenservice) wahrgenommen.

Historie der WKN

In der Vergangenheit gab es zwei Nummernkreise mit denen sich unterscheiden ließ, ob es sich um einen Rentenpapier (100000 bis 49999) handelt oder um eine Aktien bzw. aktienänlichen Titel (500000 bis 999999). Diese Systematik existiert heute nicht mehr. Abgelöst wurde auch die Systemaik der letzten Stelle einer WKN. Vormals konnte man z.B. Stammaktien an der 1 und Vorzugsaktien an der 3 als letzte Ziffer erkennen.

2003 wurden die bis dahin ausschließlich nummerischen Wertpapierkennnummern durch weiterhin sechsstellige alpha-nummerische Nummern abgelöst. Die ursprünglichen nummerischen Wertpappierkennnummern bleiben weiterhin gültig.
Beispiel: BMW 513000

ISIN ersetzt die WKN

Im gleichen Jahr wurde die ISIN eingeführt, die zukünftig die WKN ersetzen soll. Gegenwärtig werden beide Nummernsystem in Deutschland noch parallel verwendet. Die WKN findet sich innerhalb der ISIN an den Stellen 6 bis 11 wieder.

Struktur und Aufbau der aktuellen WKN

Alle arabischen Ziffern von 0 bis 9 und alle Buchstaben des deutschen Alphabets, ohne die Buchstaben I und O werden in der alphanumerischen WKN verwendet. Auch I und O wird verzichtet um mögliche Verwechslungen mit den Ziffern 0 und1 zu vermeiden.

Mittlerweile gibt es auch Wertpapierkennnummern mit einem Emittentenkürzel oder mit einem Instrumentenkürzel. Dabei wird ein Emittentenkürzel Exklusiv für einen Emitteneten vergeben, während das Insturmentenkürzel ein Gruppe von Produkten kennzeichnet.

Besteht eine WKN an den ersten zwei, drei oder vier Stellen aus einem alpha-Wert (A-Z ohne I und O) mit sich anschließendem nummerischen Wert (0-9) dann ist es eine WKN mit Emittenten- oder Instrumentenkürzel.
Beispiel:
Kabel Deutschland KD8888 WKN mit zweistelligem Emittentenkürzel
Bayer BAY001 WKN mit dreistelligem Emittentenkürzel
BASF BASF11 WKN mit vierstelligem Emittentenkürzel

Befindet sich an der ersten oder zweiten Stelle einer WKN ein nummerischer Wert (0-9), dann handelt es sich um eine Standard-WKN ohne ein Emittenten- oder Insturmentenkürzel.
Beispiel: Adidas A1EWWW

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