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Aktienindex

Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Entwicklung der Aktien eines bestimmten Marktes abbildet. Der Aktieindex dient somit als Gradmesser für die Kursentwicklung auf dem entsprechenden Markt.

Für die Berechnung eines Aktienindex wird ein fiktives Portfolio einzelner Aktien gebildet. Diese Aktien stammen z.B. aus einem Land oder einer bestimmten Branche und werden nach einer vorgegebenen Systematik gewichtet. Als Ausgangspunkt für die Berechnung gilt ein festgelegtes Datum und ein Basiswert. Beim DAX wurde die Basis auf 1.000 Punkte festgelegt. Die Berechnung startete am 30.12.1987. Ausgehend von Basiswert und Beginndatum kann ein Aktienindex dann auch auf die Jahre vor seiner Entstehung zurückberechnet werden. Beim DAX erfolgte dies z.B. bis in der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Wertentwicklung des fiktiven Portfolios (Index) wird über den Zeitverlauf hinweg abgebildet und ist damit eine Benchmark für die Entwicklung einzelner Aktien oder Fonds.

Gewichtungsarten beim Aktienindex

Die Gewichtung der einzelnen Aktien innerhalb des Index kann wie beim DAX kapitalgewichtet erfolgen. In dem Fall wird die Marktkapitalisierung (beim DAX die Freefloat-Marktkapitalisierung) mit dem Kurs der Aktie multipliziert. Im Ergebnis kann Aktie A eine Anteil von z.B. 10% am Index haben und Aktie B nur einen Anteil von2%.
Die zweite Möglichkeit einen Aktienindex zu gewichten ist, für jede Aktie die gleiche Stückzahl im Index zu berücksichtigen. Dann handelt es sich um einen preisgewichteten Index wie es der Nikkei 225 ist.
Darüber hinaus kann zur Indexerstellung eine Rangliste dienen (z.B. die 15 Aktien mit der höchsten Dividende aus dem DAX). Alle Werte werden dann gleich gewichtet, so z.B. im DivDAX. Bei so einem gleichgewichteten Aktienindex kommt es im Zeitablauf durch die Kursveränderungen der einzelnen Aktien zu einer Veränderung der prozentualen Gewichtung. Daher gibt es bestimmte Stichtage im Jahr zu der die ursprüngliche Gewichtung wieder hergestellt wird.

Da die Zusammensetzung eines Index nach bestimmten, vorher definierten Kriterien erfolgt, ist eine regelmäßige Überprüfung notwendig. So kann es z.B. durch Fusionen von Unternehmen, durch die Verlegung des Geschäftssitzes in ein anderes Land oder durch eine Veränderung der Dividendenhöhe dazu kommen, dass ein oder mehrer Aktien in einem Index durch andere Werte ersetzt werden (siehe die historische Zusammensetzung des DAX).

Kursindex vs. Performanceindex

Bei der Konzeption eines Aktienindex muss geklärt werden, wie mit Dividendenzahlungen und Bezugsrechten innerhalb des Index umzugehen ist. So ist z.B. der Dow Jones als Kursindex konzipiert worden. Der Kursindex wird nur nach den Aktienkursen unter Berücksichtigung von Bezugsrechten ermittelt. Kapitalerträge und Dividenden werden nicht berücksichtigt. Soll die Auszahlung und Wideranlage von Dividenden in einem Index berücksichtigt werden, dann handelt es sich um einen Performanceindex. Das bekannteste Beispiel dafür ist der DAX 30. Dieser wird allerdings parallel auch als Kursindex berechnet. In der Börsenberichterstattung taucht in der Regel nur der DAX als Performanceindex auf.

Einen Aktienindex finden Anlagen heute für unzählige Kategorien. So werden Indizes für einzelne Länder (DAX, MDAX) oder bestimmte Länderüberschreitende Regionen (EURO STOXX 50) berechnet. Der ÖkoDAX ist ein Branchenindex für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Auch für einzelne Anlageideen wie z.B. besonders dividendenstarke Aktien gibt es Indizes, wie den oben bereits erwähnten DivDAX in Deutschland. Der Klassiken ist und bleibt der Vergleichsindex. Der bekannteste Vertreter ist  der S&P 500. Er umfasst die 500 größten börsennotierten Unternehmen aus den USA und dient damit für unzählige Fonds als Benchmark(Vergleichswert).

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